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Der Klimawandel ist in der öffentlichen Aufmerksamkeit angekommen, nach 30 Jahren Warnungen der großen Mehrheit der Wissenschaftler. Seine Folgen wie Hitzewellen und Starkregen sind bereits jetzt auch in Deutschland spürbar. Doch welche Auswirkungen wird er hier, in Radolfzell, im Laufe dieses Jahrhunderts haben? Welche Besonderheiten spielen hier eine Rolle? Womit werden unsere Kinder und Enkel leben müssen?

Radolfzell ist eine mittelgroße Stadt mit historischem Stadtkern am Bodensee-Untersee, in einer ökologisch bedeutsamen Landschaft. Tourismus, auch Gesundheitstourismus, Gemüse- und Obstanbau und mittlere Gewerbe spielen eine größere wirtschaftliche Rolle. Die Bevölkerung der Region ist in den letzten Jahrzehnten gewachsen. Alle diese Faktoren spielen eine große Rolle, wenn man die Auswirkungen des Klimawandels einschätzen will. Schon in den kommenden Jahrzehnten werden seine Folgen deutlich extremer sein als bereits jetzt. Darin sind die Voraussagen der Wissenschaft sich einig und unmissverständlich.

In diesem Artikel sind Voraussagen der Klimaforschung zusammengestellt und insbesondere Auswirkungen auf die Gesundheit und auf den Bodensee, speziell den Untersee, beschrieben. Es gibt Hinweise zu weiteren Informationen, etwa für Landwirtschaft, Tourismus oder Bauwesen. Die erheblichen Auswirkungen des Klimawandels auf alle diese Bereiche müssen bei den Planungen schon heute berücksichtigt werden. Ebenso muss eine Entwicklung der menschengemachten Erderhitzung verhindert werden, die auch durch große Investitionen und Entschädigungen nicht mehr aufzufangen ist und viele Leben kosten kann. Das ist unsere Verantwortung für unsere Kinder und Enkel.

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Am 29.07.2021 fand im Milchwerk ein zweiteiliger Bürgerinformationsabend statt. Thema bei Teil 2 war die aktuelle Planung für eine Hotelerweiterung Streuhau. Diese sieht eine Bebauung im Bereich des Auwaldes, westlich des bisherigen Bora-Hotels, mit insgesamt 40 Chalets vor. Das geplante Hotel wurde auf die östliche Seite des bestehenden Hotels verlagert und zwar mitten in ein bestehendes Biotop. Details finden Sie HIER.

Damit wäre der Auwald durch die massive Bebauung und durch die vielen ans Ufer drängenden Feriengäste weiterhin extrem belastet, bis hin zu einer kompletten Zerstörung der dort vorhandenen wertvollen Flora, Fauna sowie der angrenzenden Biotope. Nach § 35 BauGB (Abs. 3-3, 3-5) ist ein Bauvorhaben nicht zulässig, wenn es „schädliche Umwelteinwirkungen hervorrufen kann oder ihnen ausgesetzt ist“ und „Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege, des Bodenschutzes oder die natürliche Eigenart der Landschaft und ihren Erholungswert beeinträchtigt oder das Orts- und Landschaftsbild verunstaltet“.

Daher wurde von der Mehrheit der anwesenden Bürger gefordert, keinerlei Bebauung im "Streuhau" (Auwald) als auch im westlicheren "Bodenseereiter" zuzulassen. Diese Variante war von der Stadt nicht vorgesehen und musste daher erst von den Bürgern eingefordert werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Informationsseite der Stadtverwaltung. sowie im Artikel des Südkuriers.

Zum Thema gibt es auch eine Petition unter https://www.openpetition.de/petition/online/haende-weg-vom-seeufer-biotop-streuhau-in-radolfzell-am-bodensee-2.

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Mitglieder des BBR befassen sich schon lange intensiv mit der geplanten Bebauung des Streuhaugebiets und haben selbst einen alternativen Plan entwickelt. Die Stadtverwaltung hatte am 29. Juli 2021 zum Bürgerinfoabend zum Streuhau in den großen Saal des Milchwerks geladen. Ca. 80-100 Bürger waren versammelt, dazu eine auffällig große Zahl von Offiziellen und Fachleuten der einzelnen Bereiche, sowie eine Moderatorin, die den Abend leitete.

Sehr ausführlich dokumentierte OB Staab die lange Entwicklungsgeschichte. Über 18 Jahre wurden die unterschiedlichsten Pläne entwickelt und wieder verworfen. Die verschiedensten Gremien berieten miteinander, da es um die Diskrepanz zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Entwicklung ging. Mit vielen Bildern wurde aufgezeigt wie man sich über die Jahre bemühte, den Naturverbrauch zu verringern. Der neueste Entwurf zeigt wirklich eine deutliche Verbesserung, weil der große neue Hotelkomplex aus dem Streuhaugebiet herausgenommen wurde und östlich vom Borahotel Richtung Stadt geplant ist. Aber das Tagungshaus und einige Baumhäuser bleiben im Streuhauwald und 40 Chalets sollen am Waldrand gruppiert werden. Das schöne Argument, dass es für Familien mit Kindern kein Angebot in Radolfzell gibt, erregt die Naturschützer. Dieses Klientel von Familien würde natürlich den „Streuhau-Urwald“ mit seinen seltenen Tieren und die geschützte Uferzone erobern.

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Das Bürgerforum Bauen Radolfzell - BBR bekam den Bürgerpreis 2021 der SPD für "Besonderes ehrenamtliches Engagement" (siehe HIER).
 
Die Preisverleihung fand statt in feierlichem Rahmen und mit Musik am 07.07.2021 an der Alten Konzertmuschel auf der Mettnau, Nach Grußworten des Ortsvereins-Vorsitzenden Ehlerding und des Oberbürgermeisters Staab hielt Norbert Lumbe (SPD-Fraktionsvositzender) die Lobrede ("Laudatio"). Darin gab es Anerkennung für die kritische, aber konstruktve Bürgerbeteiligung, die wir im BBR nunmehr seit über 5 Jahren praktizieren. Insbesondere wurden auch unsere konkreten Konzepte erwähnt, die wir zum Beispiel zum "Streuhau" und zum "Molencafe" erstellt haben. Auch der Gegenkandidat für die OB-Wahl, Simon Gröger, war anwesend, zusammen mit 8 Gemeinderäten und vielen BBL-lern.

Nach Verleihung der Urkunde und des Preisgeldes hatte Peter Schubkegel die Gelegenheit, ein paar Worte zu sagen. Dabei wurden unsere Ziele für Radolfzell genannt und mit den Worten des Bischofs Radolt im Jahre 826 verknüpft: "Est locus valde speciosus - Dies ist ein wahrlich besonderer Ort". Das Preisgeld wurde bereits am nächten Tag komplett an das Mehrgenerationenhaus für deren jahrelange Unterstützung gespendet. Später gab es dann noch Berichte im Südkurier und Wochenblatt dazu.

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Im BBR, dem Bürgerforum Bauen Radolfzell, haben sich Radolfzeller Bürgerinnen und Bürger zusammengetan, um sich kritisch mit den Entwicklungen iBBR Bürgerbeteiligungn der Stadt auseinanderzusetzen und sich dann konstruktiv mit ihren Berufs- und Lebenserfahrungen im Rahmen der Bürgerbeteiligung einzubringen. Ein echtes Forum also, ein „Marktplatz“ der Meinungen, Ideen und Konzepte, mit großem Engagement und Zeitaufwand ehrenamtlich organisiert.

Nach der Gründung am 14.04.2016 fand das 1. Treffen am 24.06.2016 statt. Die Homepage www.BBR-Radolfzell.de ging am 20.07.2016 Online. Danach folgten Pressegespräche mit Südkurier und Wochenblatt sowie eine Präsentation im Planungsausschuss. Und ähnlich ging es fünf Jahre lang weiter, nachfolgend ein paar Beispiele.

Intern ist BBR strukturiert in Aktivitäten, Querschnittthemen und Arbeitsgruppen. Aktivitäten umfassen Organisation, Kommunikation und Mitarbeit in Gremien. Querschnittthemen sind wichtig für alle Planungen und Vorhaben, also etwa Klima- und Naturschutz, vogelfreundliches Glas, die Identität von Radolfzell, Gestaltung und Nachhaltigkeit. Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit aktuellen, konkreten Planungen und Bauvorhaben (siehe BBR-Struktur).

Bei insgesamt 36 BBR-Treffen sowie zusätzlichen Sitzungen der Arbeitsgruppen wurden diese Planungen und Bauvorhaben anhand der Kriterien der Querschnittthemen analysiert, diskutiert und entsprechend bewertet und wenn möglich Verbesserungsmöglichkeiten, Alternativplanungen und Finanzierungsprobleme aufgezeigt. Zuletzt fand all dies situationsbedingt in Form von Videokonferenzen statt. Ziel ist es, unseren Mitgliedern zu ermöglichen, sich öffentlich, sachorientiert und kompetent in die Diskussionen zur Stadtentwicklung und Bauleitplanung einzubringen. Dazu wurden entsprechende interne Workshops veranstaltet.

Öffentlichkeitsarbeit fand statt durch Gespräche mit Verantwortlichen aus Stadt, Gemeinderat und Presse, sowie durch Teilnahme an vielen Gemeinderats-, Ortschaftsrats-, Ausschuss-Sitzungen und Bürgerworkshops. Zahlreiche Mitglieder von BBR haben Leserbriefe geschrieben und Bürgerfragen gestellt. Und auch 34 Stellungnahmen zu Bauvorhaben geschrieben, unter anderem zu St. Meinrad, Molencafe, Mettnaukur und Streuhau. Im Milchwerk haben wir eine Veranstaltung zur Mettnaukur durchgeführt. Dazu erschien dieser Artikel im Südkurier.

BBR hat einen Sitz im städtischen „Gestaltungsbeirat“ und einen Sitz beim „Runden Tisch Wohnen“. Im Rahmen "echter" Bürgerbeteiligung haben wir mehrere Impulspapiere und Konzepte verfasst, unter anderem:

Impulspapiere: 

 und teils direkt umsetzbare Konzepte:

Mitglieder von BBR haben in Zusammenarbeit mit Radolfzeller BürgerInnen Filme gedreht, z.B. zu St. Meinrad und zum Herzen-Streuhau.

BBR wird mittlerweile in Radolfzell als Organisation wahrgenommen, die sich kümmert und deshalb umgehend von Bürgern informiert wird, wenn es z.B wie aktuell um Baumfällungen geht.

Wir werden uns weiter engagieren für die Themen Klima- und Naturschutz, die Erhaltung und Stärkung von Grünflächen, für das Bewahren der Identität von Radolfzell durch entsprechende Gestaltung und für ein Bauen mit Augenmaß von Immobilien zum Wohnen statt Immobilien als Geldanlage (siehe Unsere Ziele)

BBR bleibt kritisch, konstruktiv und konzeptionell. Auch in den nächsten 5 Jahren !